Das Gesetz ist da - was nun folgt
Mit Beschluss vom 3. November 2025 hat das Berliner Abgeordnetenhaus das deutschlandweit erste Klimaanpassungsgesetz in Gestalt des "BäumePlus-Gesetzes" des Baumentscheids parteiübergreifend ohne Gegenstimmen in einem beispiellosen Miteinander von Volksentscheid, Parteien und Politik angenommen.
Die Reise geht jedoch weiter: Wir wollen nun kritisch und konstruktiv die Umsetzung des Gesetzes begleiten und brauchen dazu weiter die Unterstützung der Stadtgesellschaft. Denn Gesetz heißt noch nicht umgesetzt.
Was nun als nächstes passieren sollte:
Der weitere Weg:
DATUM
DATUM
DATUM
Umsetzungsprojekt
Unterstützende und kritische Begleitung durch den Baumentscheid e.V.
ajsdjpfjsdkfksdfjks
Lore ipsum habemus legem
sdffsdf
So kannst du weiter bei uns mitmachen
Fördermitglied
Deine Mitgliedschaft bei uns sichert die Finanzierung des BaumEntscheids
Dafür setzen wir uns auch künftig ein:
Proteste gegen Baumfällungen
Unterstützung der Verwaltung
Mit Demonstrationen, Petitionen und Anfragen wehren wir uns weiter gegen unnötige Baumfällungen und unterstützen dabei auch unsere Bündnispartner
Selbst anpacken: "Baumengel"
Berlinorum legem habet
Bla bla bal
Ikse akse uks
sdsddsdsdsd
Ursprünglicher Gesetzentwurf und angenommes Gesetz im Vergleich
Im September und Oktober '25 haben Senat und Baumentscheid e.V. einige kleinere Änderungen am BäumePlus-Gesetz ausverhandelt. Hier eine Zusammenfassung
Bedeutung des "Unterstreifens"
Noch was
Beirat statt Kontrollrat
Und was noch ,..
Test
Pipapo
Jetzt Fördermitglied werden
Spende für den BaumEntscheid
Du kannst Heldin oder Held unserer Bewegung werden! Dein Beitrag entscheidet, wie schnell wir als BaumEntscheid Berlins Zukunft grün und klimaangepasst gestalten. Unterstütze unsere Arbeit mit einer kleinen oder großen Spende für Materialien, Aktionen, Events und Personalkosten.
Werde Teil des Teams
Mach selbst mit beim BaumEntscheid und unterstütze die Initiative für ein wetterfestes Berlin! Werde Teil unseres Teams und finde den perfekten Platz für dich, um gemeinsam Großes zu bewegen, politisch tätig zu werden und Berlin hitzesicher zu machen.
Merch vom BaumEntscheid
Wirf einen Blick in unseren Onlineshop und durchstöbere T-Shirts, Beutel und vieles mehr. Mit dem Kauf setzt Du aktiv ein Zeichen für unsere Bäume, das Stadtgrün, den BaumEntscheid und Berlin.
Materialien herunterladen
Nutze gerne unsere Materialien, um den BaumEntscheid in deiner Umgebung präsenter zu machen. Lade dir einfach Plakate, Postkarten oder Aufkleber zum Ausdrucken herunter.
Wir brauchen weiter eure Unterstützung!
Die Initiative Volksentscheid Baum, kurz BaumEntscheid genannt, will per Volksentscheid bei der Abgeordnetenhauswahl im Herbst 2026 Deutschlands erstes kommunales Klimaanpassungsgesetz beschließen lassen. Mit der Mission "Berlin bis 2040 wetterfest machen” wird das neu erarbeitete Berliner Klimaanpassungsgesetz unsere Bäume erhalten und mehr Stadtgrün pflanzen, Hitzetote vermeiden und unsere Politik wetterfest machen. Eine blau-grüne Infrastruktur erhält und erhöht die Lebensqualität in Berlin, indem sie die Stadt kühlt und die Luftqualität verbessert.
Das sind die fünf Kernpunkte des Gesetzes:
Straßenbäume in der ganzen Stadt: In ganz Berlin steht durchschnittlich alle 15 Meter auf beiden Straßenseiten ein Baum. Die Gesundheit und das Wachstum der Bäume ist sichergestellt.
Hitzeviertel kühlen und Hitzetote vermeiden: Der Berliner Umweltgerechtigkeitsatlas identifiziert Viertel, die als zu heiß bekannt sind. Diese Viertel sind besonders von Hitze betroffen, weshalb dort ein besonderer Schutz erforderlich ist und die Umsetzung dessen priorisiert wird. Deswegen entstehen dort klimawirksame öffentliche Grünflächen im Umkreis von 500 Metern von jedem Zuhause, eine Kühlung der Tagesspitzentemperatur von mindestens 2°C durch eine blau-grüne Infrastruktur und mehr. Zudem schützen Hitzeaktionspläne besonders von Hitze betroffene Menschen.
Bürgerbeteiligung: Bürgerinnen und Bürger sind berechtigt, in ausgewiesenen Baumscheiben neue Bäume pflanzen zu lassen. Außerdem bekommen sie grundsätzlich das Recht, Baumscheiben mit bodennaher Vegetation zu pflanzen.
Kontrollrat Klimaanpassung: Ein unabhängiger wissenschaftlicher Rat kontrolliert das Handeln des Senats, bewertet Anpassungsstrategien und schafft Transparenz für die Bürgerinnen und Bürger.
Stadtweite Hitzeaktionspläne: Die Senats- und Bezirksverwaltungen Berlins müssen innerhalb von zwei Jahren Landeshitze- und Bezirkshitzeaktionspläne erstellen, die Maßnahmen zum gesundheitlichen Hitzeschutz festlegen und dabei insbesondere die Anforderungen hitzegefährdeter Gruppen berücksichtigen.
Der BaumEntscheid und das Berliner Klimaanpassungsgesetz sollen die Lebensqualität aller Bürgerinnen und Bürger Berlins auch in Zeiten von Extremwetter durch den Klimawandel sichern. Mehr gesundes Stadtgrün erhöht den Aufenthaltswert des öffentlichen Raums durch ausreichend Beschattung und gekühlter Temperatur. Der Mindestschutz durch Straßenbäume gilt für die gesamte Stadt. Dadurch spüren alle Menschen in Berlin die Vorteile der Maßnahmen in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft. Besonders profitieren ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen, die noch stärker unter steigender Hitze leiden.
Aktuell ist Berlin nicht ausreichend auf die Anforderungen vorbereitet, die infolge des Klimawandels auf uns zukommen. Dabei ist Berlin bereits jetzt das mit Abstand wärmste Bundesland und eine der Regionen mit dem geringsten Niederschlag. Wenn Berlins Temperaturen um +2 Grad steigen, gleicht das Klima unserer Stadt dem von Barcelona oder Canberra. Berlins Infrastruktur ist aber nicht so gebaut, dass sie dieselben klimatischen Anforderungen wie die einer Großstadt am Mittelmeer erfüllen kann. Zudem müssen Antworten auf steigende Schäden durch häufiger vorkommende Extremwetter wie Hitze und Starkregen gefunden werden. Der Berliner Senat hat sich bisher nicht genügend mit dem Thema befasst. Stattdessen bringt die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen unter ihrem Senator Gaebler sogar einen Gesetzesentwurf ein, der das Fällen von Bäumen vereinfacht und beschleunigt. Damit ist klar, dass die Zivilgesellschaft mithilfe eines Volksentscheids aktiv werden muss, damit sich Berlin an die Folgen von Klimaerwärmung und Extremwetter anpasst.
Seit dem 1. Juli 2024 gilt das Bundes-Klimaanpassungsgesetz. Bis zum 30.September 2024 müssen alle Bundesländer und Kommunen ihre Klimaanpassungsstrategien und -konzepte melden. In Berlin existiert bisher nicht mehr als irgendwelche belanglose Selbstverpflichtungen, Chartas für XY, vereinzelte Pilotprojekte, der übliche ChiChi-PR-Teppich über Pilotprojekte, den nächsten gepflanzten Baum oder ein Versickerungsbeet. Bis zum 31. Januar 2027 müssen aber Klimaanpassungsstrategien bereits erarbeitet und scharf geschaltet sein. Mit unserem Berliner Klimaanpassungsgesetz leisten wir einen aktiven Beitrag dazu, dass Berlin diese Verpflichtung einhalten kann.
Weitere interessante Fakten:
12 mal mehr Menschen sterben durch Hitze als im Berliner Straßenverkehr.
Mehr als die Hälfte aller Berliner Straßenbäume sind geschädigt (56%). Aktuell werden jährlich 6.000 Straßenbäume gefällt und nur 2.000 nachgepflanzt. Nur der Bezirk Tempelhof-Schöneberg pflanzt aktuell mehr Bäume als dass er fällt.
Hitzeschutz: Mehr gesunde Bäume spenden Schatten und schützen vor steigender Hitze, indem sie über ihre Blätter Wasser verdunsten und uns damit schützen. Damit machen gesunde und große Bäume den Sommer erträglich. Ich kann mich weiterhin frei durch Berlin bewegen und muss mich nicht in Innenräumen vor Hitze schützen.
Mein Viertel wird lebenswerter: Das Berliner Klimaanpassungsgesetz geht die Probleme in Hitzevierteln mit weniger Grünflächen und großer Hitze mit neuen Grünflächen und Bäumen an. Ein Drittel aller Planungsräume Berlins gelten als thermisch hoch belastet, es betrifft also über 1,2 Millionen Menschen. Mein Wohnort bleibt erträglich, insbesondere in den Sommermonaten.
Hitzeaktionspläne: Es werden Hitzeaktionspläne für Senioren, Kinder und andere von Hitze betroffene Gruppen entworfen, um sie vor gesundheitlicher Belastung zu schützen. Meine Gesundheit und die der Menschen, die mir nahestehen, wird geschützt.
Schutz bei Extremwetter: Es gibt mehr gesunde Bäume und Maßnahmen, um Regenwasser vor Ort für Bäume und Pflanzen zu nutzen. Dadurch werden die Schäden durch Starkregen und Überflutungen verhindert. Ich brauche mir keine Sorgen machen, dass Berlin überflutet und mein Keller unter Wasser gesetzt wird.
Selbst aktiv werden: Bürgerinnen und Bürger haben sechs Monate nach Inkrafttreten des Gesetzes das Recht, Baumscheiben mit bodennaher Vegetation zu bepflanzen. Und wenn der Berliner Senat die Ziele laut Risikowetterrat verfehlt, dürfen sie auch die Bäume selbst nachpflanzen lassen. So kann ich selbst Berlin begrünen - und das ganze gesetzlich erlaubt.
Das Berliner Klimaanpassungsgesetz wird auch zur Reduktion von Berlins CO2-Emissionen beitragen. Dies geschieht durch folgende Effekte:
Das Pflanzen von mehr als 500.000 Straßenbäumen wird mit Sicherheit Auswirkungen auf den Kfz-Verkehr haben, da diese neuen Bäume Straßenflächen benötigen. Die CO2-Wirkung hängt jedoch stark davon ab, wie hoch die Nutzungsintensität z.B. von Anwohner-Pkws ist und wann welcher Elektrifizierungsgrad unterstellt wird.
Ebenfalls wirkt die Regenwassernutzung, das Bauen von Kühlinseln und Grünflächen sowie die Kühlung der Hitzevierteln auf die Verkehrsflächen; auch hier wird es Wirkungen geben.
Auch die Wachstumswirkung eines gepflanzten Baumes hat eine Klimawirkung, die aber häufig überschätzt wird.
Die Maßnahmen zur Regenwassernutzung, Abkopplung und Kühlung von Hitzevierteln werden Dämmwirkungen auf die Dachgeschosse und Außenwände haben; auch diese lässt sich nur mit vielen Annahmen beziffern.
Der BaumEntscheid ist eine Initiative, die sich auf Basis von Spenden finanziert. Ergänzt gab und gibt es eine öffentliche Crowdfunding Kampagne. Außerdem wurde ein Verein gegründet, sodass auch Mitgliedseinnahmen von Bürgerinnen und Bürgern sowie von Unternehmen unsere Arbeit finanzieren. Zusätzlich stellen wir Fördermittelanträge bei Stiftungen und staatlichen Stellen.
Die Mittelherkunft kann derzeit noch nicht auf unserer Webseite nachvollzogen werden
Der BaumEntscheid ist eine breite Bewegung aus allen politischen Lagern, gesellschaftlichen Schichten und Altersgruppen. Wir bestehen aus einem starken und wachsenden Team von dutzenden freiwilligen Helferinnen und Helfern, darunter viele Juristinnen und Juristen, sowie zig Expertinnen und Experten aus den verschiedenen Themenfeldern des BaumEntscheids. Uns alle eint die Überzeugung, dass eine wetterfeste Stadt uns allen in Berlin zugute kommt.
Initiiert wurde der BaumEntscheid im Juli 2023 von
Génica Schäfgen, Deutschland-Chefin von Ecosia, Vertrauensperson des Volksentscheid Berlin klimaneutral 2030 und Vorständin von SEND e.V. und
Heinrich Strößenreuther, Klimalobbyist, Initiator des Volksentscheid Fahrrads, Co-Gründer von Changing Cities, GermanZero und KlimaUnion, aus denen über 50 Radentscheide und über 80 Klimaentscheide deutschlandweit entstanden sind.
Der BaumEntscheid ist eine unabhängige, zivilgesellschaftliche Initiative. Das Unternehmen Ecosia, ein Unternehmen in Verantwortungseigentum, das mit seinen Gewinnen weltweit Bäume pflanzt, hat mit einer großen Anschubfinanzierung den schnellen Start der Initiative ermöglicht. Darüber hinaus bestehen keine Abhängigkeiten. Wir suchen laufend weitere große und kleine Spenderinnen und Spender, die unsere Arbeit unterstützen.
Nein. Wir teilen zwar das Ziel, Klimaschutz in Berlin zivilgesellschaftlich mitzugestalten, arbeiten aber unabhängig voneinander an eigenen Projekten. Unser Fokus liegt auf Klimaanpassung, um Schäden durch Extremwetter für unsere Gesundheit, die Berliner Infrastruktur, unsere Wirtschaft und unsere Natur abzuwenden.
Die Idee zum Volksentscheid Baum entstand im Juli 2023. Die Initiative BaumEntscheid wurde im August 2023 von der Deutschland-Chefin von Ecosia, Génica Schäfgen, und dem Umweltaktivisten und NGO-Gründer Heinrich Strößenreuther gegründet. In einem anschließenden Barcamp mit verschiedenen Berliner Stadtentwicklungs- und Grün-Initiativen wurden fünf Handlungsfelder des Volksentscheids identifiziert, aus denen 2024 das Berliner Klimaanpassungsgesetz ausgearbeitet wurde.
Unsere Kostenschätzung beziffert die Kosten zur Umsetzung des Klimaanpassungsgesetzes auf 7,5 Mrd. Euro im Zeitraum von 2027 bis 2040, was 500 Mio. Euro jährlich entspricht. Die amtliche Kostenschätzung kommt auf einen ähnlichen Betrag, der mit 7,2 Mrd. Euro sogar ein wenig niedriger ausfällt.
Ein Großteil der Kosten lässt sich der Neu- bzw. Nachpflanzung und deren Pflege in den ersten Jahren zuordnen. Die Nutzung und Abkopplung von Regenwasser stellt einen weiteren Großposten in den Kosten dar. Die nachfolgende Abbildung zeigt die neun kostenträchtigsten Klimaanpassungsmaßnahmen sowie einen Sammelposten für elf weitere Klimaanpassungsmaßnahmen.
Dabei muss bedacht werden, dass auch ohne BaumEntscheid das Land Berlin aufgrund des Bundesklimaanpassungsgesetzes dazu verpflichtet ist, weitreichende Maßnahmen in Zukunft umzusetzen und zu finanzieren.
Mit unserem Volksentscheid stellen wir die Weichen für die Attraktivität des Standorts Berlin: Berlin, das Stadtgrün und seine Bewohnerinnen und Bewohner haben bereits heute mit den Folgen von Extremwetter zu kämpfen. Für den Erhalt Berlins als Lebensort, Wirtschaftsstandort und Tourismusmetropole, ist das Klimaanpassungsgesetz eine Zukunftsinvestition.
Zum Vergleich: Der Bund kalkuliert 280 bis 900 Mrd. € Klimaanpassungskosten für die Bundesrepublik Deutschland für 2022 bis 2050; auf Berlin umgerechnet ergibt das eine Summe etwa 12 bis 39 Mrd. €. Alleine das verheerende Hochwasser im Ahrtal verursachte Kosten von über 30 Mrd. €. Mit diesen Zahlen als Referenz wird klar, dass der BaumEntscheid schon aus finanzieller Sicht ein absoluter no-brainer ist.
Die Gesamtkosten zur Umsetzung des Klimaanpassungsgesetzes von insgesamt 7,5 Mrd. Euro im Zeitraum von 2027 bis 2040 oder 500 Mio. Euro jährlich hört sich zuerst sehr hoch an. Dieser Betrag entspricht aber nur 1,2% des Berliner Haushalts 2024, 0,3% der Wirtschaftsleistung Berlins oder 130 Euro pro Einwohner pro Jahr. Diese Einordnung zeigt, dass der BaumEntscheid finanziell umsetzbar ist, sofern es politisch entsprechend priorisiert wird.
Nicht eingerechnet sind dabei Klimafolgekosten, wie zum Beispiel Mehrkosten im Gesundheitssystem zur Behandlung von Hitzschlag, Reparatur von Infrastruktur oder Produktivitätsverluste in der Wirtschaft. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klima schätzt, dass sich mit Klimaanpassung die rein monetären Kosten des Klimawandels (gemessen als Verlust in der Wirtschaftsleistung) um 60 bis 100 Prozent reduzieren lassen. Somit ist die Finanzierung der Maßnahmen für den BaumEntscheid auch eine Investition, die sich langfristig finanziell positiv auswirkt.
Link zu Merkblatt des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klima
Der BaumEntscheid erfährt bereits eine breite Unterstützung. Diese umfassen unter anderem die Deutsche Umwelthilfe, die Diakonie Berlin, Baumpflanz-Initiativen wie Deutschland Forstet auf, Changing Cities oder die Omas For Future. Eine vollständige Liste der Organisationen befindet sich ganz unten auf dieser Seite.
Wir freuen uns über alle Organisationen, die unsere Bündnispartner werden. Das Anmeldeformular lässt sich hier ausfüllen.
Unser Ziel ist, das Berliner Klimaanpassungsgesetz zu geltendem Recht zu machen. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: entweder nach der ersten Phase des Volksbegehrens oder über einen Volksentscheid.
In der ersten Phase des Volksbegehrens mussten wir mindestens 20.000 gültige Unterschriften von Berliner Wahlberechtigten für unser Vorhaben sammeln. Innerhalb von nur sechs Wochen haben wir über 33.000 Unterschriften gesammelt und so die nötige Anzahl erreicht. Anschließend hat der Senat unser Gesetz auf dessen rechtliche Zulässigkeit geprüft und ist zu einem positiven Ergebnis gekommen. Im Herbst 2025 befasste sich das Berliner Abgeordnetenhaus (AGH) mit unserem Berliner Klimaanpassungsgesetz. Nachdem zuvor die CDU ihre grundsätzliche Unterstützung des Anliegens erklärt hatte, konnte der von uns erarbeitete Gesetzentwurf schließlich am 3.11.2025 im Berliner Abgeordnetenhaus beschlossen werden. Die Alternative wäre ein Volksentscheid gewesen, hätten die Abgeordneten den Entwurf abgelehnt. Nun begleiten wird die Umsetzung des Gesetzes kritisch und konstruktiv.
Das Gesetz wurde in rein ehrenamtlicher Arbeit von einem Bündnis von mehr als 50 Juristinnen und Juristen sowie Fachexpertinnen und -experten aus Politik und Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft über einen Zeitraum von fünf Monaten erarbeitet. Nach einer Vorstellung eines Entwurfs im März 2024 wurden über 200 Änderungsvorschläge aus der breiten Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik eingearbeitet. Den finalen Gesetzestext verantwortet die Initiative.
Auch beim BaumEntscheid stellt sich die Frage, für was wir den begrenzten öffentlichen Raum nutzen wollen. Um unsere Stadt trotz Extremwetter wie Hitze und Dürre erträglich zu halten, muss der Straßenbaumbestand kräftig anwachsen.
Wohnraum
Noch bestehen viele versiegelte Flächen wie Parkplätze, Supermärkte oder leer stehende Gebäude und Büros, in denen Wohnungen entstehen können. Auch der Tausch ist eine bewährte Methode, für passenden Wohnraum zu sorgen, ohne weiter zu versiegeln. Gleichzeitig müssen bestehende und neue Wohnungen wetterfest wie mit Gebäudebegrünung angepasst werden, um die Gesundheit der Bewohnerinnen und Bewohner zu schützen.
Parkplätze
Der Autoverkehr schrumpft in vielen Städten und auch in Berlin: Menschen fahren zu 10 bis 20 Prozent weniger Auto im Vergleich zur Zeit vor Corona. Ergänzend sind viele auch mit Rad, Bus und Bahn unterwegs. Parkende Autos besetzen dagegen wertvollen öffentlichen Raum, der für die Kühlung unserer Stadt benötigt wird. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass ein Carsharing-Fahrzeug durchschnittlich 16 Autos ersetzt. Da wir von einem zunehmenden autonomen Fahren und einem starken Ersatz von Privat-Pkw durch Sharing-Fahrzeuge ausgehen wird es in den nächsten 15 Jahren keine Platzprobleme geben, wenn diese Umstellung aktiv gestaltet wird. Außerdem plädieren wir dafür, mehr Angebote für den Umweltverbund für Fuß, Fahrrad und öffentlichen Personennahverkehr und geteilte Mobilität zu schaffen und so den nötigen Platz für deutlich mehr kühlende Bäume zu schaffen.
Flächenkonflikte
Sollte es in einer Straße nicht genügend Platz geben oder unter dem Asphalt Leitungen oder Gebäudeteile das Pflanzen neuer Bäume unmöglich machen, sieht unser Gesetz Ausnahmeregelungen vor.
Ist das Erreichen der vorgeschriebenen Baumdichte in einem Straßenabschnitt insgesamt oder in Einzelfällen unmöglich, ist dies öffentlich zu begründen und im Umkreis von 150m auszugleichen.
Der Ausgleich kann durch Rasen-, Wiesen- oder Strauchflächen, Gebäudebegrünung oder andere geeignete Maßnahmen zur Herstellung blau-grüner Infrastrukturen vor Ort erfolgen, wenn diese Maßnahmen eine vergleichbare Kühl- und Klimawirkung erzielen.
Der BaumEntscheid und seine Forderungen zum Schutz vor Extremwetter und für mehr Stadtgrün wird von einer überwältigenden Mehrheit aller Bürger entlang des gesamten Parteienspektrums (Laut eigens in Auftrag gegebener Umfrage mit über 80% Rückhalt) unterstützt. Unsere Initiative selbst steht keiner politischen Partei nahe und ist ein parteiübergreifendes Bündnis vieler Einzelpersonen, wirtschaftlicher und zivilgesellschaftlicher Akteure. Wir suchen den Austausch mit den demokratischen Parteien Berlins und agieren dennoch unabhängig von ihnen. Innerhalb der Parteien gibt es kleinere Gruppierungen, die unsere Bündnispartner sind. Dazu zählen z.B. die KlimaUnion, SPD.klimagerecht, die ÖDP und verschiedene Gliederungen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Die Linke, die ihre Unterstützung ausgesprochen haben. Wir sprechen aktiv mit den Vertretungen der Parteien, um für unser Anliegen, unser Gesetz und die erforderlichen Maßnahmen zu werben, um Berlin wetterfest und hitzesicher zu machen.
1 Mio. Bäume brauchen nicht nur Platz, sondern vor allem Wasser. Klimamodelle für Berlin sind derzeit unsicher: Gesamtniederschläge könnten zunehmen oder abnehmen, eindeutig prognostiziert ist jedoch eine Zunahme von Extremereignissen – mit Perioden intensiver Niederschläge, gefolgt von längeren Trockenphasen. Deshalb geht es vor allem darum, dass der Boden rund um die Baumscheiben so viel Wasser wie möglich aufnehmen und speichern kann. Das geht vor allem durch Entsiegelungsmaßnahmen. Grüne Gullys wie in Mitte können helfen aber auch Rasengittersteine führen dazu, dass deutlich mehr Wasser im Boden versickert und nicht in die Kanalisation abgeleitet wird. Das übrige Regenwasser sollte intelligent gespeichert werden – in Zisternen oder Regentonnen – um es in Trockenzeiten nutzen zu können.
Die Kernidee ist also die Schwammstadt: Straßen, Plätze und Dächer leiten Regenwasser gezielt zu den Baumscheiben und entsiegelten Grünflächen, wo es versickert und verdunstet. Damit das funktioniert, sind allerdings auch rechtliche Anpassungen nötig – etwa, dass Regenwasser von großen Gebäuden wie Sporthallen oder Gewerbeparks in angrenzende Grünflächen geleitet werden darf. Digitale Tools wie Gieß den Kiez oder Sensornetze (Qtrees) sorgen schließlich dafür, dass das Wasser genau dort ankommt, wo es am dringendsten gebraucht wird.
Wir erhalten regelmäßig Anfragen von Bürger*innen zum Thema Baumschutz und Fällmaßnahmen. Ist das Fällen des Baumes erlaubt? Was kann ich dagegen tun? Oder wie weit darf ein Baum beschnitten werden? Der Nabu-Berlin hat eine tolle Übersicht zu diesen und ähnlichen Fragen zusammengestellt.





