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Freiwillige des Baumentscheides mit Plakaten und gebastelten Gießkannen feiern die Annahme des BäumePlus-Gesetzes vor dem Gebäude des Berliner Abgeordnetenhauses
Transparenz: In Strukturen und Finanzierung

Transparenz ist uns wichtig. Deshalb möchten wir uns der Selbstverpflichtungserklärung der Initiative Transparente Zivilgesellschaft (ITZ) anschließen und haben die Aufnahme in die ITZ-Unterzeichnerliste beantragt. Wir verpflichten uns, die folgenden zehn Informationen der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen und aktuell zu halten.

1. Name, Sitz, Anschrift und Gründungsjahr

Name: BaumEntscheid e.V.
Sitz: c/o Ecosia GmbH, Gerichtstr. 23, 13347 Berlin

Gründungsjahr: als Initiative 2023 unter dem Dach der Vertrauensgesellschaft e.V., als eingetragener gemeinnütziger Verein ab 04.02.2025 unter der Registernummer VR 41791B
Ansprechpartner: Heinrich Strößenreuther (Email) 

2. Vollständige Satzung sowie Angaben zu den Zielen unserer Organisation

Ziele: Der BaumEntscheid e.V. setzt sich für klimaangepasste, lebenswerte Städte ein. Wir fördern gemäß unserer Satzung Natur- und Umweltschutz, Katastrophenvorsorge, Bildung und bürgerschaftliches Engagement, indem wir Bürgerinnen und Bürger, Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft zusammenbringen. Unser Ziel ist es, Städte widerstandsfähiger gegen Hitze, Dürre und Starkregen zu machen und Stadtgrün sowie blau-grüne Infrastruktur als unverzichtbare öffentliche Daseinsvorsorge zu stärken.

Mit dem Berliner Volksentscheid und dem daraus hervorgegangenen BäumePlus-Gesetz haben wir das erste kommunale Klimaanpassungsgesetz Deutschlands auf den Weg gebracht. Seit dessen Inkrafttreten begleiten wir die Umsetzung in Berlin als Reallabor, entwickeln Lösungen für digitale Genehmigungs- und Beteiligungsprozesse, fördern innovative Pflanz- und Pflegemethoden im Sinne Standardisierung und Skalierung und stärken die Mitwirkung von Bürgerinnen, Bürgern und Nachbarschaften bei der Klimaanpassung.

Gleichzeitig bauen wir eine bundesweite Bewegung für BaumEntscheide auf. Wir unterstützen Initiativen in weiteren Städten dabei, zivilgesellschaftliche/bürgerliche Beteiligungsverfahren für mehr Bäume, Stadtgrün und Klimaanpassung zu starten. Wir verbinden konkrete Umsetzung vor Ort mit der Entwicklung übertragbarer Konzepte und politischer Lösungen, die Kommunen in ganz Deutschland nutzen können. Unser Anspruch ist es, Klimaanpassung dauerhaft auf die politische Agenda zu setzen und gemeinsam mit der Zivilgesellschaft wirksam voranzubringen.


Aktuelle Themenfelder: siehe www.baumentscheid.de

3. Angaben zur Steuerbegünstigung

Unsere Arbeit ist wegen Förderung der Bildung, des Natur- und Umweltschutzes, des Katastrophen- und Zivilschutzes sowie des bürgerschaftlichen Engagements nach dem letzten uns zugegangenen Feststellungsbescheid des Finanzamts für Körperschaften I, Berlin (Steuernummer 27 / 661 / 51455) vom 02.04.2025 nach § 5 Abs. 1 Nr. 9 des Körperschaftsteuergesetzes von der Körperschaftssteuer und nach § 3 Nr. 6 des Gewerbesteuergesetzes von der Gewerbesteuer befreit.

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4. Name und Funktion wesentlicher Entscheidungsträger

Der BaumEntscheid e.V. wird von einem dreiköpfigen, gleichberechtigten Vorstand geleitet, der jeweils für zwei Jahre von der Mitgliederversammlung gewählt wird. Der Gründungsvorstand wurde im Februar 2025 gewählt; eine Neuwahl erfolgte auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 1. Dezember 2025. Die Vorstandsarbeit erfolgt überwiegend ehrenamtlich. Heinrich Strößenreuther und Sandra Mahler sind darüber hinaus in Teilzeit für den Verein tätig und übernehmen seit Juli 2026 gemeinsam die Geschäftsführung. Im Berichtsjahr 2025 leitete Julia Pohl als Geschäftsstellenleiterin die operative Arbeit des Vereins.

Vorstandsmitglieder (seit 2. Dezember 2025):

  • Heinrich Strößenreuther – Vorstand Strategie (angestellt in Teilzeit)

  • Sandra Mahler – Vorstand Fundraising und Finanzen (angestellt in Teilzeit)

  • Tobias Dierks – Vorstand (ehrenamtlich)

 

Bis 1. Dezember 2025 gehörten dem Vorstand an:

  • Norbert Schmedt – Vorstand Finanzen (ehrenamtlich)

  • Christiane Heiss – Vorständin (ehrenamtlich)

 

Die Mitgliederversammlung ist das wichtigste Organ unseres Vereins. Hier haben alle Vereinsmitglieder die Möglichkeit, mittels demokratischer Entscheidungen an grundsätzlichen Fragen des Vereinsentwicklung aktiv mitzuwirken. Jedes ordentliche Mitglied hat eine Stimme, Förder- und Firmenmitglieder haben weder ein aktives noch ein passives Stimmrecht.

Auch wenn die Satzung einen Beirat ermöglicht, ist dieser zur Zeit nicht eingerichtet. Die innere Zusammenarbeit wird mittels Verhaltenskodex und des Care Team-Prinzips unterstützt.​

5. Tätigkeitsbericht 2025
 

Im Jahr 2025 konzentrierten wir unsere Arbeit auf drei Schwerpunkte: den erfolgreichen Abschluss der Volksentscheids-Kampagne zum BäumePlus-Gesetz in Berlin, die Konsolidierung des Vereins sowie den Aufbau einer bundesweiten Bewegung für BaumEntscheide, für Bürgerentscheide für die kommunale Klimaanpassung.

Unseren größten Erfolg erzielten wir mit unserer Volksentscheids-Kampagne. Nachdem wir die zunächst negativ bewertete Zulässigkeit des Gesetzentwurfs durch intensive Verhandlungen im Hintergrund sichern konnten, verabschiedete das Berliner Abgeordnetenhaus das BäumePlus-Gesetz am 3. November 2025 parteiübergreifend und einstimmig – zehn Monate vor der ursprünglich erwarteten Volksabstimmung. Dieser Erfolg ist historisch und bundesweit eine Ausnahme.

Mit dem Gesetz schufen wir das erste konkrete kommunale Klimaanpassungsgesetz Deutschlands. Es verankert unter anderem eine Million Straßenbäume bis 2040, 100 neue Parks und über 4.000 Miniparks, die Entsiegelung öffentlicher Flächen, die Kühlung besonders belasteter Hitzeviertel, die gut ein Drittel der Stadtfläche Berlins betragen, Bürgerpflanzrechte sowie einen wissenschaftlichen Kontrollrat. Der Senat veranschlagte die Kosten der Umsetzung bis 2040 auf drei bis sieben Milliarden Euro.

Wir begleiteten die Kampagne mit intensiver Öffentlichkeits- und Bündnisarbeit, Veranstaltungen, Vorträgen sowie Gesprächen mit Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft. Allein 2025 berichteten mindestens 400 regionale und überregionale Medienbeiträge über unserer Arbeit als BaumEntscheid sowie klimaanpassungspolitischen Notwendigkeiten. Gleichzeitig bereiteten wir die berlinweite Unterschriftensammlung vor, obwohl sich ab Oktober bereits ein Verhandlungserfolg abzeichnete.

Parallel starteten wir den bundesweiten Rollout weiterer BaumEntscheide. Im März 2025 begannen wir mit dem Aufbau, im Juli folgte der Auftakt in München. Dort unterstützten wir das lokale Team mit Knowhow-Transfer und Fundraising-Support und legten die Grundlage für die im Mai 2026 gestartete Unterschriftensammlung. Anfang Juli 2026 folgte der Kickoff für den BaumEntscheid Stuttgart. Gleichzeitig warben wir Fördermittel ein, um den Aufbau weiterer BaumEntscheide personell abzusichern.

Mit dem Projekt „Digital Pflanzen“ entwickelten wir gemeinsam mit Partnerorganisationen einen ersten Prototyp einer digitalen Plattform, die Bürgerinnen und Bürgern künftig eine einfache und rechtssichere Beantragung von Pflanzrechten ermöglichen soll. Darüber hinaus informierten wir mit Infoständen, Demonstrationen, Baumtouren, Podcasts und kontinuierlicher Social-Media-Arbeit schätzungsweise über 100.000 Menschen. Unser Newsletter wuchs auf deutlich mehr als 2.000 Kontakte.

Unseren initialen Erfolg messen wir nicht nur an der Verabschiedung des Gesetzes, sondern auch an der Unterstützung durch acht Parteien und mehr als 50 Bündnispartner weit vor der Beschlussfassung im Berliner Abgeordnetenhaus. Mit unserer Arbeit haben wir der kommunalen Klimaanpassung in Deutschland einen starken politischen und öffentlichen Impuls geben können und den Weg für weitere BaumEntscheide sowie mehr Stadtgrün, Biodiversität und Klimaanpassung geebnet.

Zum Jahresbericht für 2025.

6. Personalstruktur 
 

Im hauptamtlichen Team der Geschäftsstelle des BaumEntscheid e.V. arbeiten zur Zeit (Juli 2026) fünf Mitarbeitende in Teilzeit sowie über 50 Ehrenamtliche mit unterschiedlichen Zeitanteilen.

Operativer Vorstand in Teilzeit-Anstellung: Heinrich Strößenreuther und Sandra Mahler

Angestellt in Teilzeit (Juli 2026): Dr. Lydia Vogt, Katharina Elshorst, Malte Koppe

Darüber hinaus setzen sich über 130 Vereinsmitglieder für mehr Baum-, Stadtnatur- und Klimaanpassungspolitik ein. 

Der BaumEntscheid e.V. lebt vom vielfältigen Engagement seiner Ehrenamtlichen. Im Mai 2026 engagierten sich laut Teambefragung mindestens 54 Aktive im Verein: 3,7 % waren unter 20 Jahre alt, 40,7 % zwischen 20 und 39 Jahren und 55,6 % über 40 Jahre. 61,1 % der Ehrenamtlichen waren weiblich, 38,9 % männlich. Die Zahlen zeigen, dass wir Menschen unterschiedlicher Generationen für Klimaanpassung und bürgerschaftliches Engagement vereinen und wirkmächtig machen. Damit deren Potenzial tatsächlich umgesetzt werden kann, übernehmen hauptamtliche Mitarbeitende die Koordination, Einarbeitung und Qualitätssicherung. Alle Anstellungen (Stand Juli 2026) sind bewusst als Teilzeitstellen ausgestaltet, um die Personalkosten niedrig zu halten; zusätzlich engagieren sich auch hauptamtliche Mitarbeitende ehrenamtlich.

7. Angaben zur Mittelherkunft

Im Berichtsjahr finanzierten sich die Aktivitäten des Vereins vor allem durch Großspenden in Höhe von 53.399 Euro (12 Spenderinnen und Spender), Fördermittel in Höhe von 98.488 Euro (2 Fördergeber), Kleinspenden in Höhe von 18.636 Euro (338 Spenderinnen und Spender) sowie Mitgliedsbeiträge in Höhe von 17.665 Euro von 121 Mitgliedern. Weitere Einnahmen aus Veranstaltungen und Sachspenden beliefen sich zusammen auf 179 Euro. Die Gesamteinnahmen betrugen 188.367 Euro.

8. Angaben zur Mittelverwendung

Die Gesamtausgaben des Vereins beliefen sich im Berichtsjahr auf 164.687 Euro. Den größten Anteil machten Personalkosten in Höhe von 143.322 Euro aus. Weitere Sachkosten in Höhe von 10.993 Euro entfielen unter anderem auf Druck- und Werbematerialien, Software, Fahrkosten, Veranstaltungen und Versicherungen. Die Kassenprüfer empfahlen auf Grundlage des Jahresabschlusses die Entlastung des Vorstands. Die Mitgliederversammlung beschloss am 29. Juni 2026 die Entlastung für das Geschäftsjahr 2025.

9. Gesellschaftsrechtliche Verbundenheit mit Dritten 

Der BaumEntscheid e.V. ist gesellschaftsrechtlich mit keinen anderen juristischen Personen verflochten. Mit dem BaumEntscheid München als Regionalprojekt gem. § 10 unserer Satzung besteht eine schriftliche Projektvereinbarung.


Einen aktuellen Überblick über die Bündnispartner und Sponsoren des BaumEntscheid e.V. bieten die Seiten www.baumentscheid.de/bündnispartner sowie https://www.baumentscheid.de/grossspender. Bündnispartner und Spender des BaumEntscheid sind nicht automatisch institutionelle Mitglieder des BaumEntscheid e.V.. 

10. Namen von Personen, deren jährliche Zahlungen mehr als 10 % des Gesamtjahresbudgets ausmachen

Im Jahr 2025 gab es drei Zuwendungen, die einen Anteil von über 10% der Gesamteinnahmen ausmachten. Dazu gehören die European Climate Foundation, die Haleakala-Stiftung und die Saxovent Smart Eco Investments GmbH. Angaben über natürliche oder juristische Personen, deren Zuwendungen unter dieser Grenze liegen, aber bei der Senatsverwaltung des Inneren im Rahmen des Volksentscheids-Prozesses als Einzelspende mit je mehr als 5.000 € anzeigepflichtig sind, können hier eingesehen werden.

Stand: August 2026

Weitere Fragen?

Schreibe uns gerne eine Nachricht an info@baumentscheid.de
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