
Kindermalwettbewerb “Berlin malt grün” der Berliner Umweltverbände und Berliner Morgenpost gestartet
Bis 30.9 können Kinder ihre Bilder auf berlin-malen.de einreichen
Berlin, 21. August 2026 – Heute haben Berliner Umwelt- und Sozialorganisationen mit der Berliner Morgenpost als Medienpartner den großen Kindermalwettbewerb “Berlin malt grün” gestartet. Unter dem Motto „Wie sieht dein grünes Berlin von morgen aus?“ beginnt heute ein Malwettbewerb für alle Berliner Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren. Ihre handgemalten Bilder können bis zum 30. September auf www.berlin-malen.de eingereicht werden. Schirmherr ist Steffen Krach, einer der Spitzenkandidaten für das Amt des Regierenden Bürgermeisters.
Etliche Berliner Umweltverbände, u.a. BUND, Yeşil Çember, Stiftung Naturschutz Berlin, diverse “for future”-Gruppen, Der Paritätische, die Deutsche Umwelthilfe, Germanwatch und der Landesverband Berlin der Gartenfreunde haben den Kindermalwettbewerb heute mit der Berliner Morgenpost als Medienpartner gestartet. Die Unterstützenden wollen mit der Aktion angesichts des mehr als besorgniserregenden Zustands der Bäume und der Natur in unserer Stadt, Hitze, Dürre und Klimawandel sowie der zögerlichen Umsetzung des BäumePlus-Gesetzes ein klares Zeichen für eines der wichtigsten Zukunftsthemen im Umfeld der Berliner Wahlkampfes auf Bezirks- und Landesebene setzen.
Berlin verändert sich massiv durch Klimawandel, neue Bauvorhaben und politische Entscheidungen, die heute getroffen werden. Der Wettbewerb richtet sich deshalb an die Generation, die im Jahr 2040 mit den Folgen all dieser Veränderungen leben muss: Wie soll ihre Heimat künftig aussehen? Was braucht Berlin, um grüner und besser zu werden? Mehr Bäume, sichere Radwege oder wilde Gärten? Schattige Schulhöfe, saubere Luft oder bunte Plätze zum Spielen?
Vicky Pasternak, Initiatorin und Projektleiterin des Kindermalwettbewerbs beim BaumEntscheid e.V.: „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte: Angesichts des Wahlkampfs wollen wir bewusst ein Zeichen für Zukunft setzen. Denn Kinder sind oft unterschätzte Akteure in der Stadtentwicklung. Mit dem Wettbewerb wollen wir ihnen eine Bühne geben und ihre Wünsche für das Berlin von morgen für die künftigen politisch Verantwortlichen sichtbar machen. Eine Möglichkeit für diejenigen, die derzeit weder wählen noch sich für ihre Belange einsetzen können.”
Der Wettbewerb bringt die Auseinandersetzung über die Zukunft Berlins mitten im Wahlkampf auf spielerische Weise in die Politik und Medien. Eine Jury wählt im Oktober die ausgezeichneten Bilder aus; Steffen Krach als einer der Spitzenkandidaten übergibt die Preise; anschließend werden die Werke veröffentlicht und ausgestellt. Als erster Preis ist ein halber Tag als Junior-Ranger mit der Stiftung Naturschutz Berlin vorgesehen. Stadtnatur Berlin e. V. lädt eine Gruppe zu einem Workshop in der Hasenheide ein und auch die grüne Suchmaschine Ecosia lädt eine Gruppe zu einem Ausflug ein. Weitere attraktive Sachpreise für Kinder kommen hinzu.
Tobias Dierks, Vorstand BaumEntscheid und selbst Vater zweier Kinder: „Die Bilder zeigen, was Kindern für ihre Zukunft wichtig ist. Sie sollen deshalb nicht nach dem Einsendeschluss in einer Schublade verschwinden, sondern die neuen Abgeordneten, den künftigen Senat sowie den Regierenden Bürgermeister an ihre Verantwortung für Berlins Zukunft erinnern.”
Der Wettbewerb ist bewusst über den Wahltag hinaus angelegt. Auch während möglicher Koalitionsgespräche sollen die Vorstellungen der Kinder sichtbar bleiben – in der Zeitung, in Newslettern, in Ausstellungen und möglicherweise auf Plakaten im Berliner Stadtbild.
Weitere Organisationen können sich noch beteiligen. Verbände, Schulen, Kitas und Unternehmen sind eingeladen, den Wettbewerb über ihre Kanäle und Netzwerke bekannt zu machen, ihn finanziell zu unterstützen, Räume für Ausstellung oder die Preisübergabe bereitzustellen. Interessierte können sich unkompliziert über www.berlin-malen.de melden.
Der Wettbewerb startet am 21. August 2026. Einsendeschluss zum Hochladen ist der 30. September. Im Oktober wählt die Jury die besten Bilder aus und informiert die Gewinnerinnen und Gewinner. Preisübergabe und Ausstellung sind für den 9. Oktober 2026 um 15 Uhr zusammen mit Steffen Krach, Peter Schink, Chefredakteur der Berliner Morgenpost, dem Vorstand BaumEntscheid e.V. und weiteren Vertretern der Berliner Umweltverbände geplant.
Kontakt:
BaumEntscheid e.V. – Pressestelle, Heinrich Strößenreuther, presse@baumentscheid.de, 0160-97442395
Alle Unterstützenden:
BaumEntscheid Berlin, Yeşil Çember, adfc Berlin, Stiftung Naturschutz Berlin, ECOSIA, Omas for Future, Stadtnatur Berlin, Acker e. V., BERLIN 4 Future, BUND Berlin, Parents 4 Future Berlin, Fridays 4 Future, Fluss Bad Berlin, Deutsche Umwelthilfe, Landesverband Berlin der Gartenfreunde, Der Paritätische Berlin, GERMANWATCH (Stand 21.08.2026, Logos siehe unten auf der Webseite www.berlin-malen.de)
Medienpartner:
Berliner Morgenpost
Quellen und weiterführende Links:
Mehr Informationen über den BaumEntscheid: https://www.baumentscheid.de
Link zum am 21. November 2025 in Kraft getretenen Berliner Klimaanpassungsgesetz (BäumePlus-Gesetz: https://www.baumentscheid.de/klimaanpassungsgesetz
Link zum Newsletter des BaumEntscheid e.V.: https://www.baumentscheid.de/informiert-bleiben
Hinweis zu Spenden und Fördermitgliedschaften: https://www.baumentscheid.de/unterstuetzen
Mehr über die Initiative BaumEntscheid e.V.:
Der Volksentscheid Baum wurde 2023 von Heinrich Strößenreuther und Génica Schäfgen initiiert. Gemeinsam mit mehr als 150 Ehrenamtlichen und Fachleuten entwickelte der BaumEntscheid e.V. das BäumePlus-Gesetz und stieß damit den entscheidenden politischen Prozess für verbindliche Klimaanpassung an. Nach Verhandlungen mit CDU, SPD und Senat beschloss am 3. November 2025 das Abgeordnetenhaus das daraus entstandene Berliner Klimaanpassungsgesetz parteiübergreifend und einstimmig.
Am 21. November 2025 ist das Gesetz in Kraft getreten. Das Gesetz verpflichtet Berlin zu einer Million Straßenbäume bis 2040, 700.000 davon sind neu oder nachzupflanzen. Bis 2040 sollen in den 170 Hitzevierteln rund 4.000 Mini-Parks und 100 größere Grünflächen entstehen, Regenwasser lokal genutzt und die Temperaturen um bis zu zwei Grad mit mehr Stadtgrün gesenkt werden. Es enthält eine Pflicht zur Gesundpflege, eine Ersatzquote von 1:3 bei Fällungen und schreibt vor, Pflegeprozesse regelmäßig zu überprüfen. Damit werden Stadtnatur und „blau-grüne Infrastrukturen“ erstmals als Infrastrukturen gemäß Sondervermögen anerkannt – mit einem Finanzrahmen von 3,2 Milliarden Euro bis 2040. Mit dem Beschluss entfällt der ursprünglich für September 2026 geplante Volksentscheid. Das Gesetz trat ein Jahr früher in Kraft, sodass Pflanzung und Pflege bereits ab 2025 beginnen konnten.
Der BaumEntscheid begleitet die Umsetzung, stärkt die Bürgerbeteiligung beim Pflanzen und unterstützt andere Städte ( wie München,Stuttgart, Magdeburg und Karlsruhe / weitere Städte sind in Planung) das BäumePlus-Gesetz als Vorbild für eigene Klimaanpassung zu nutzen. Der gemeinnützige BaumEntscheid e.V. bittet zur Unterstützung dieser Arbeit um Spenden und Fördermitgliedschaften.
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